Franzosenblech
- Details
- Geschrieben von: Ralf Kruse
- Kategorie: Franzosenblech
Geschwistertreffen: Das "französische Pony-Car" Renault 15 / 17 sollte Ford Capri und Opel Manta kontern.
Foto: Robert Göschl
Erstens kommt es anders…. Die Wucht dieser Erkenntnis, traf auch den Zeesener Martin Herkel, als er sich aufmachte, aus der Auflösung eines Renault-Autohauses einige tauschwerthaltige Renault 4-Teile zu bergen. Zurück kam er mit der noch feuchten Unterschrift unter den Kaufvertrag für einen Renault 17.
1971 überraschte Renault Fachwelt und Publikum gleichermaßen mit der Vorstellung der neuen Mittelklasse-Coupés Renault 15 und Renault 17. Drei Jahre zuvor war mit der Caravelle das letzte Coupé aus dem Programm genommen worden. Seitdem konzentrierte sich die Régie auf grundsolide und nutzwertige Limousinen wie den Renault 12, der die technische Basis für die neuen Coupés lieferte.
Selbst die eigenen Werbetexter schienen überrascht: der Renault 15 bekam das Etikett elegante Sportlimousine, der Renault 17 wurde als komfortables Sportcoupé beworben. Zeitgleich war beim Opel GT nur fliegen schöner, der Manta SR wurde als Vollblut beworben und beim Ford Capri wurde im Werbesprech der Vorsprung immer größer. Die Renault-Texter hatten es sich wohl in der Limousinen-Welt gemütlich gemacht.
Weiterlesen: Zufallsliebe - Ein Rhombus-Fan und sein Renault 17
- Details
- Geschrieben von: Andreas Gaubatz
- Kategorie: Franzosenblech
So warb Renault damals für die Caravelle, die anfangs noch Floride hieß. Fotos: Renault
Dass man aufgrund des Erfolges der Dauphine auch ein Cabrio und ein Coupé nachlegen musste, das lag in Billancourt im Grunde auf der Hand. Es geht die Mär, die Idee dazu hätten „Kapitän“ Pierre Dreyfus und sein Entwicklungschef Fernand Picard bei einem Frühstück beim Gouverneur von Florida gehabt. Dies würde den Namen Floride erklären, der allerdings so nie in Amerika auftauchte.
Da hieß das französische Fräuleinwunder von Anfang an Caravelle. Aber egal, wie dem auch sei, dem Designer Pietro Frua gelang eine äußerst hübsche Karosserie, die mit bewährter Technik präsentiert wurde. Denn diese stammte von der Schwester Dauphine, war also schon tausendfach bewährt. Zunächst startete man zeitgleich ein Cabrio und ein Coupé, mit der bewährten Motorisierung der Dauphine, 845 cm³ und 34 PS. 1960 legte der mittlerweile zum Haus- und Hofzauberer der Régie avancierte „Hexer“ Amédée Gordini Hand an und steigerte die Leistung auf 40 PS.
1962 betrat ein neues Familienmitglied die Bühne, der...
Weiterlesen: Französisches Fräuleinwunder: Floride und Caravelle sind die "Dauphine-Sportler"
- Details
- Geschrieben von: Ralf Kruse
- Kategorie: Franzosenblech
Sehr selten sind nicht nur die Bagheera, sondern auch die Teile für die 50-jährigen Schätzchen. Nur gut, dass Christian Bollerhoff auf das gesammelte Franzosen-Wissen seines Arbeitgebers Atelier-Automobile in der Classic-Remise zugreifen kann. Fotos: Oldtimerreporter.Kruse
Soll einer sagen, die Oldtimerreporter wären nicht tagesaktuell: heute vor genau 50 Jahren stellte Chrysler/France der breiten Öffentlichkeit in Le Mans einen gemeinsam mit Matra entwickelten Mittelmotorsportwagen vor. Der Matra-Simca Bagheera machte Eindruck auf Fachwelt und Auto-Interessierte, verfügte er doch über einige Extravaganzen wie „Schlafaugen“, exzellente Aerodynamik, eigenartige Mischbereifung und als Alleinstellung drei Sitzplätze vor dem Mittelmotor. Unser Foto-Exemplar kam noch mit einer weiteren Besonderheit: seinem Besitzer, der nicht einmal halb so alt ist wie sein Fahrzeug.
25 Jahre! Nein, dies ist weder das Alter des Autos noch des Fahrers. Die Altersdifferenz ist gemeint – und dieser Matra-Simca Bagheera ist von 1975. Der Rest ist Kopfrechnen.
Christian Bollerhoff wird also noch etwas brauchen, um wenigstens halb so alt zu werden wie sein Auto, das er übrigens auch im Alltag nutzt. Zum Beispiel um aus seiner Heimatstadt Bamberg nach Berlin zu fahren, wo er bei Atelier Automobile erst ein Praktikum gemacht hat und im September seine Ausbildung zum Mechatroniker beginnt. Nicht seine erste übrigens, zuvor studierte er Automobilmanagement in Glauchau. Den Autonagel hat er also schon ziemlich tief im Kopf.
Weiterlesen: Matra-Simca Bagheera – vor 50 Jahren erhob der Panther seine Stimme


